Was ändert sich in 2013?

Das Jahr 2013 bringt Änderungen sowohl im steuerrechtlichen Bereich als auch im "normalen" Alltag. Wir haben für Sie in aller Kürze die wichtigsten Änderungen zusammensgestellt:

Elektronische Lohnsteuerkarte

Die elektronische Lohnsteuerkarte wurde mehrfach verschoben. Nun ab 2013 gilt Sie! Arbeitgeber haben Zeit bis 31.12.2013 das Neue Verfahren anzuwenden.
Wichtig: Eingetragene Freibeträge müssen zwingend neu beantragt werden.
Alles weitere wichtige zur elektronischen Lohnsteuerkarte haben wir hier für Sie vorbereitet.
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Wesentliche Änderungen 2013 aus Steuerberatersicht:

Minijobber dürfen mehr verdienen

seit 1.1.2013 gilt die neue Grenze von 450 €. Achtung: Neu ist, dass vom Entgelt Beiträge i.H.v. 17,55 € (bei 450 €) an die ges. Rentenversicherung zu zahlen sind. im Gegenzug erhält der Minijobler volle Pflichtbeitragszeiten zur gesetzlichen RV.

Beitragssenkung bei der Rentenversicherung

Der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung sinkt von 19,6% - um 0,7% - auf neu 18,9%. So wenig musste man seit 1995 nicht mehr für die Staatsrente abdrücken.

Beitragssteigerung bei der Pflegeversicherung:

Die Beiträge zur ges. Pflegeversicherung steigen um 0,1% von 1,95% auf 2,05% / für kinderlose von 2,2 auf 2,3%.

Betreuungsplatz

Ab 1.8.2013 haben Eltern mit Kind unter 3 Jahren einen gesetzlichen Anspruch auf einen Kitaplatz oder Tagesmutter. Dieser Anspruch ist sogar einklagbar!

Betreuungsgeld

Gleichzeitig am 1.8.2013 startet das Betreuungsgeld. Es kann von Eltern für Kinder die ab 1.8.2013 geboren werden beantragt werden. Es wird bis zu 22 Monate lang gezahlt. Betreuungsgeld erhalten Elternteile, von denen sich einer, in Vollzeit um das eigene Kind kümmert, und es nicht in eine Kita geben. Das Betreuungsgelt beträgt für jedes Kind 100,00 € monatlich. Geplant ist das Betreuungseld ab 8/2014 auf 150,00 € zu erhöhen.

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Wesentliche Änderungen den Alltag betreffend:

Praxisgebühr wird abgeschafft

Die in 2004 eingeführte Praxisgebühr (10 € pro Quartal) entfällt ab 1. Januar 2013.

Post erhöht Briefporto

Standardbrief 0,58 €
Maxibrief 2,40 €
Büchersendungen 1,00 € oder 1,65 €, Warensendungen 0,90 € oder 1,90 €
Ergänzungsmarken 0,03 €

GEZ-Gebühr wird zur Haushaltsabgabe

Der Name Rundfunkgebühr fällt ebenfalls weg und lautet dann neu Rundfunkbeitrag und wird nun pro Wohnung erhoben. Ab Januar 2013 muss jeder Haushalt 17,98 € pro Monat zahlen, unabhängig davon, wie viele Menschen in der Wohnung leben und unabhängig davon wie viele Geräte sich dort befinden. So entfallen auch die bisherigen Haustürbesuche ab sofort.

Telefon-Warteschleifen müssen kostenlos sein!

Ab 1. Juni 2013 darf die komplette Wartezeit nichts mehr kosten.
ACHTUNG: Das gilt nicht für Nummern mit Ortsvorwahl oder Mobilfunknummern.

Bundesschatzbriefe sind beendet!

Seit 1. Januar 2013 werden keine neuen Bundesschatzbriefe und Finanzierungsschätze mehr an die Bürger vergeben. Bestehende Anlagen werden bis zur Fälligkeit weiter bedient.

Leistungen der Pflegeversicherung

Ab 1.1.2013 stehen Demenzkranken Leistungen auch in Pflegestufe 0 zu. Sie haben Anspruch auf Pflegegeld von 120 € pro Monat, auch wenn ein Angehöriger sie betreut.
Der Anspruch beträgt 225 € für einen ambulanten Pflegedienst.
In den Pflegestufen 1 und 2 gibt es für Demenzkranke auch höhere Leistungen.

Zuschuss zu Pfelgetagegeldversicherungen

Für Pflegetagegeldversicherungen gibt der Staat ab 1.1.2013 einen Zuschuss von 5 € mtl.

Fernbusse dürfen auch Langstrecken-Linien anbieten

Private Busunternehmen dürfen auch für Strecken ab 50 Kilometer einen regelmäßigen Linienverkehr anbieten.

Benzinpreise live online vergleichen

Tankstellen müssen jede Preisänderung sofort an die Markttransparenzstelle melden. Diese Daten können dann online über Computer, Smartphone oder Navigationsgerät gelesen werden. Der Startzeitpunkt in 2013 ist noch nicht bekanntgegeben.

Führerscheinklassen ändern sich

Am 19. Januar ändern sich die Führerscheinklassen. Krafträder und das Fahren mit Anhänger werden verändert. Diese Regelungen gelten nur für neue Führerscheine. Für alle bisher erworbenen Fahrberechtigungen bleiben die alten Regeln bestehen. Alles wichtige hierzu im Link zum Kreisverwaltungsreferat München: hier

Führerscheine müssen künftig alle 15 Jahre erneuert werden. Dies ist aber lediglich ein verwaltungstechnischer Vorgang. Nur für Bus- oder Lkw-Führerscheine ist eine ärztliche oder augenärztliche Untersuchung erforderlich.


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Eingestellt am 08.01.2013 von S. Härtl
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