Was passiert mit dem Geld in der Schweiz:

Nachfolgendes hat sich überholt! Die Informationen sind somit veraltet! Das Abkommen ist gescheitert!

Das Abkommen mit der Schweiz ist am 21.9.2011 beschlossen und unterzeichnet worden. Es soll am 1.1.2013 in Kraft treten - noch steht die Zustimmung des Bundesrates aus und erste Änderungen (Erweiterungen - s.u.) sind vorgenommen worden.

Als kleinen Vorgeschmack zeigen wir Ihnen hier die Formel, anhand derer die der Berechnung der Bemessungsgrundlage für den einmaligen Abgeltungsbesteuerung vorzunehmen ist...(das trifft die Schweizer Banken...)

Am Endes dieses Steuerberater München Härtl Artikels, können sie das Abkommen im Volltext downloaden.

Das Abkommen tritt am 1.1.2013 in Kraft

  • also können und werden u.E. noch weitere Änderungen zu erwarten sein, und es wirkt erst wenn die nachfolgende Bedingung erfüllt ist:
  • Dem Steuerabkommen und den neuen Änderungen muss sowohl in D als auch in CH der Gesetzgeber noch zustimmen. In Deutschland ist das der Bundestag und der Bundesrat. Wir müssen dem zufolge abwarten, Steuerberater München Team Härtl wagt keine Prognose. Klar ist, dass einige Mitglieder des Bundesrates bereits Ihren Widerstand angekündigt haben.
  • Auf Seiten der Schweiz ist noch ein "Referendum" (Volksabstimmung) erforderlich.

Das Abkommen D-CH regelt und erreicht, dass

  • Altvermögen in der Schweiz (das bisher in Deutschland unversteuert blieb durch eine Einmalbesteuerung i.H.v. 21-41% (bisher war vorgesehen 19-34%) (in den meisten Fällen) legalisiert wird, und
  • dass ab 2013 alle laufende Erträge deutscher Bankkunden in der Schweiz einer Abgeltungsbesteuerung 26,375% - ähnlich derer in Deutschland - unterliegen.
  • dass nun neu auch Erbschaften betroffen sind; Erben von Schwarzgeldkonten müssen entweder einen Pauschalabzug von 50% dulden oder die Erbschaft dem deutschen Finanzamt offenlegen
  • dass die Zahl der von CH zu beantwortenden Auskunftsersuchen deutscher Fahnder von 999 auf 1300 erhöht wurde.


Das Wichtigste für Sie hier vorab:

  • Eine "Flucht" durch Wohnsitzverlegung funktioniert nicht, denn es ist der Wohnsitz am 31.12.2010 maßgeblich.
  • Das Abziehen des Geldes funktioniert nicht, da diejenigen Kontoinhaber gemeldet werden, bei denen am Stichtag auf den Konten nicht ausreichend Guthaben vorhanden ist.
Wer mit Wissen und Wollen Kapitalerträge nicht in seiner Steuererklärung angibt, begeht eine Straftat. Das war, ist und bleibt so. Wie schon einmal 2003/2004 stellt dieses Abkommen ähnlich der damaligen Amnestieregelung zwar in 2013 für die Vergangenheit eine Straffreiheit mit Abgeltungswirkung her - doch was ist, wenn in dieser Zeit Ihr Name auf einer CD auftaucht oder die Tat(en) aus anderen Gründen entdeckt wird? Ja, dann sind Sie als Straftäter entlarvt und müssen die Folgen tragen. Einziger Ausweg bis zum Inkrafttreten des Abkommens in 2013 ist die SELBSTANZEIGE.

Wir Steuerberater München Team Härtl - helfen Ihnen bei der Abwicklung dieses sehr komplexen Themas. Nutzen Sie unseren Rückrufbutton auf der Startseite der Homepage ! Wir haben zahlreiche Erfahrung in diesem Aufgabengebiet.

Details zu den Regelungen "Altvermögen" in der Schweiz:

Wer ist von der Abgeltungssteuer betroffen?

Betroffen sind alle Inhaber von Guthaben bei Schweizer Banken die am 31.12.2010 Ihren Wohnsitz in Deutschland hatten.

Was tun? abwarten?

  • Nun, ein Optimist würde das wohl empfehlen.
  • Wir - Steuerberater München Team Härtl - können das jedoch nicht empfehlen.
  • Wer bis zum Inkrafttreten und der Abführung nicht als Straftäter / Steuerhinterzieher entdeckt wird, geht straffrei aus. Zumindest nach der derzeitigen Fassung des Abkommens. Allerdings werden durch die oben stehende Formel unter Umständen viel zu viel an Steuern pauschal abgeführt.
  • Die strafbefreiende Abgeltungssteuer greift nicht, wenn die Gelder aus Straftaten oder anderen Verbrechen stammen. Eine steuerliche Strafbefreiung kann nur durch die Abgabe einer Selbstanzeige erreicht werden. Verbrechen anderer Art wie Betrug, Unterschlagung können ohne Rücksicht auf eine steuerliche Selbstanzeige verfolgt werden.
  • Wer sein Geld legalisieren möchte oder wem die Entdeckung seiner Tat druch eine "CD" droht, tut gut daran, eine Selbstanzeige abzugeben.
  • Eine Selbstanzeige kann auch lohnen, wenn die tatsächliche nachzuzahlende Steuer (!Zinsen) niedriger ist als die Abgeltungssteuer.

Wie hoch ist der einmalige Kapitalabzug der Abgeltungsteuer Schweiz 2013?

der Steuersatz beträgt 34 % der Bemessungsgrundlage. Die Formel ganz oben auf dieser Seite ermittelt die Bemessungsgrundlage. Im Ergebnis ist der Steuersatz bei kurz angelegten Geldern in der Schweiz niedriger, und je länger das Geld dort liegt, hierfür gibt es so genannte Stichtage, umso höher ist die Abgeltungssteuer. Soweit Berechnungen bisher vorliegen, beginnt die Besteuerung bei einem Mindestabzug in Höhe von 19%.

Wann wird die Abgeltungssteuer abgezogen?

die Berechnung und Abführung der Abgeltungssteuer erfolgt voraussichtlich im Mai 2013.
  • Achtung: Ist zu diesem Zeitpunkt nicht genügend Geld auf dem Konto, so wird zunächst der Kontoinhaber aufgefordert diese Beträge einzuzahlen, andernfalls wird das Konto und der Name an die deutschen Behörden gemeldet.

Wie vermeide ich, dass eine namentliche Meldung erfolgt?

Wenn Sie nichts tun, wird zum Mai 2013 die Steuer von der Schweizer Bank berechnet, von Ihrem Konto abgezogen und an Deutschland überwiesen. Ist genug Guthaben vorhanden, so werden Sie nicht gemeldet und u.U. tritt Straffreiheit ein. Keine Straffreiheit tritt ein, wenn die Tat vor diesem Zeitpunkt bereits entdeckt war.

Besonderheiten bei der Abgeltungssteuer gelten vereinzelt für Lebensversicherungsmäntel und Stiftungsvermögen. Für nähere Auskünfte hierzu wenden Sie sich bitte an unsere Spezialisten.

Details zur Besteuerung laufender Erträge aus Kapitalvermögen in der Schweiz ab 2013:

Wie funktioniert die Schweizer laufende Abgeltungssteuer ab 2013?

durch das Abkommen entfällt in Deutschland die Angabepflicht für diese in der Schweiz angelegten Gelder. Die Abgeltungsteuer hat 100% abgeltende Wirkung - und zwar auch für die Kirchensteuer.

Wie hoch ist die jährliche Schweizer Abgeltungsteuer?

26.375%

Wird die Abgeltungsteuer anonym abgeführt?

Ja.

Achtung bei Investmentvehikeln mit Ersatzbemessungsgrundlage:

hier entspricht die von der Schweiz erhobene Abgeltungssteuer wegen falscher Bemessungsgrundlage unter Umständen nicht dem tatsächlichen Steuerbetrag. In so einem Fall muss der Anleger bei der Steuererklärung angeben/korrigieren. Erfolgt dies nicht, liegt möglicherweise erneut eine Steuerhinterziehung vor.

Welche (Zins-)Erträge sind von der Schwizer Abgeltungssteuer 2013 betroffen?

  • Zinserträge
  • ausgeschüttete Erträge aus Investmentfonds
  • thesaurierte Erträge aus Investmentfonds
  • Dividenden
  • Veräußerungsgewinne
  • Einlösungsgewinne

Wird es Bescheinigungen über einbehaltene Steuern geben?

ja, ganz ähnlich wie in Deutschland werden die Schweizer Bankinstitute jährliche Steuerbescheinigungen erteilen. Insoweit als sie ihre Schweizer Kapitaleinkünfte in ihrer Steuererklärung angeben, können diese auch entsprechend der Bestimmungen über ausländische Einkünfte aus Kapitalvermögen (Anlage AUS)angerechnet werden.

Ist eine Nichtveranlagungsbescheinigung möglich?

Diese Möglichkeit wird es nicht geben.

Was passiert mit Verlusten?

  • soweit bei einem Institut Verluste und Gewinne vorhanden sind, werden diese analog der Vorgehensweise in Deutschland sicherlich schon seitens der Bank verrechnet werden ("Verlusttopfregelung").
  • Die Verlsutverrechnung zwischen Ehegatten mit jeweils eigenen Konten oder zwischen Konten bei verschiedenen Bankinstituten wird u.E. nur über eine Steuererklärung/Veranlagung in Deutschland möglich sein.
  • Voraussichtlich, jedoch noch nicht sicher, kann die Erstellung einer entsprechenden Verlustbescheinigung beantragt werden. Um diese Verluste jedoch mit anderen Einkünften, gegebenenfalls auch bei anderen Schweizer Banken, rechnen zu können, wird eine Veranlagung zwingend notwendig sein.

Noch ein paar Details zum Thema:

  • Eine interessante Zahl: Die Länder gehen davon aus, dass derzeit in der Schweiz unversteuertes Vermögen deutscher Herkunft in Höhe von 200.000.000.000 Franken liegen. Eine Einigung ist n.n. erzielt.
  • Das geltende Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz beinhaltete von Anfang an, dass die Schweizer Banken von deutschen Kunden und deren Guthaben eine Steuer einbehalten werden und dieses ohne Nennung von Namen nach Deutschland weitergeleitet wird. Das wurde aber offensichtlich nicht angewendet...
  • Im Ergebnis bleibt es dabei, die Schweiz ist kein Steuerparadies mehr, denn es werden künftig auch Erträge besteuert die sich bisher völlig unberührt verzinsten.
Das Abkommen D-CH hierzu im Gesamtumfang können Sie hier downloaden:
Speichern Öffnen Abkommen_BRD-Schweiz_Altvermoegen-Abgeltung_2011.pdf (2,74 Mb)


Shortlink zur Seite: http://bit.ly/IJGcb0

Eingestellt am 01.06.2011 von S. Härtl , letzte Änderung: 08.04.2012

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