Bitcoins und Umsatzsteuer

Zur umsatzsteuerlichen Behandlung der Vorgänge um Bitcoins und andere virtuelle Währungen, äußerte sich das BMF im April 2017 (von uns für Sie unverbindlich zusammengefasst) wie folgt:

(Aus Vereinfachungsgründen sprechen wir im Folgenden nur von Bitcoins)

Grundsätzlich werden virtuelle Währungen den gesetzlichen Zahlungsmitteln gleichgestellt, wenn die Beteiligten den Bitcoin als unmittelbares Zahlungsmittel akzeptiert haben und der Vorgang keinem anderen Zweck als der Zahlung dient.

  • Der Umtausch von EUR in Bitcoins bzw. die Anschaffung von Bitcoins ist umsatzsteuerlich zwar eine steuerbare sonstige Leistung, jedoch umsatzsteuerbefreit nach § 4 Nr.8b UStG.
  • Die Bezahlung von Waren oder Leistungen mit Bitcoins ist möglich und ist umsatzsteuerlich nicht steuerbar. Die Ermittlung des anzuwendenden Umrechnungskurses (für die Buchführung) erfolgt analog der veröffentlichten Umrechnungskurse anderer Währungen. (Geldkurs/Briefkurs/im Internet veröffentlichte Tageskurse)
  • Das Mining („Schürfen“ von neuen Bitcoins) ist nach herrschender Auffassung ein nicht steuerbarer Vorgang (USt).
  • Der Verkauf/Umtausch solcher „selbst geschürfter“ Bitcoins ist umsatzsteuerfrei nach § 4 Nr.8b UStG.
ACHTUNG: Nicht gleichgestellt sind sogenannte „Ingame-Währungen“


Eingestellt am 19.04.2018 von S. Härtl

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